Erläuterung des Unternehmens zur Veröffentlichung nach § 37q Abs. 2 Satz 1 WpHG

Die unten beschriebenen Fehlerfeststellungen haben zusammengenommen eine positive Auswirkung auf das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 2,0 Mio. €. Gegenläufig wird das laufende Geschäftsjahr 2017 mit Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. € belastet.

Announcements according section 37q Abs. 2 Satz 1 WpHG

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat festgestellt, dass der Konzernabschluss der Singulus Technologies AG, Kahl am Main, zum Abschlussstichtag 31.12.2015 fehlerhaft ist:

„1. Im Konzernabschluss zum 31.12.2015 sind die aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen und das Eigenkapital um ca. 1,5 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen. Die für die Erfassung von aktiven latenten Steuern in der Bilanz aufgrund der Verlusthistorie der Gesellschaft erforderlichen – über die Unternehmensplanung hinausgehenden – Werthaltigkeitsnachweise konnten nicht erbracht werden. Außerdem stehen die zum Bilanzstichtag objektiv vorhandenen bestandsgefährdenden Tatsachen der Aktivierung von latenten Steuern entgegen.

Dies verstößt gegen IAS 12.34f. i.V.m. IAS 12.31.

2. Eine zum 31.12.2015 bilanzierte Rückstellung aus einem belastenden Mietvertrag ist um ca. 2,6 Mio. EUR zu hoch und die Gewinnrücklagen sind um ca. 2,6 Mio. EUR zu niedrig ausgewiesen. Mietbestandteile für zukünftig erhöhte Leerstandsflächen aufgrund von erwarteten Umsatzrückgängen und ein erhöhter Leerstand wegen der zukünftigen Veränderung der Fertigungstiefe sowie ein Mieterdarlehen, welches entweder auf Mietzahlungen angerechnet wird oder durch den Leasinggeber zurück erstattet wird, stellen keine unvermeidbaren Kosten dar und sind nicht als gegenwärtige vertragliche Verpflichtungen zurückzustellen.

Dies verstößt gegen IAS 8.41, IAS 37.66 und IAS 37.68.

3. Die in der Konzernbilanz zum 31.12.2015 aktivierten Entwicklungskosten sind um ca. 1,65 Mio. EUR, das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2015 um ca. 1,5 Mio. EUR und die Gewinnrücklagen um ca. 0,15 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen. Die Voraussetzungen für die Ansatzfähigkeit eines internen Entwicklungsprojektes gemäß IAS 38.57 liegen nicht vor, da weder die technische Realisierbarkeit noch die Existenz eines Marktes hinreichend nachgewiesen werden konnte. Ferner standen insbesondere die finanziellen Ressourcen für einen erfolgreichen Abschluss des Entwicklungsprojektes nicht gesichert zur Verfügung.

Dies verstößt gegen IAS 38.52f. und IAS 38.57.

Überdies lag entgegen IAS 38.60 i.V.m. IAS 36.18., IFRS 13.B14 nur ein methodisch fehlerhafter Werthaltigkeitstest zum Bilanzstichtag vor.“

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